Kürten
Es ist warlich schwer, Hinweise auf das frühgeschichtliche Kürten zu finden.
Aber einer der ältesten Zeugen Kürtener Geschichte, soll wohl der spätmittelalterliche Kirchturm der katholischen Pfarrkirche sein. Man vermutet, dass er bereits im 11. oder 12. Jahrhundert erbaut wurde.
Etwas zur Geschichte Kürtens
Später, 1308 wurde in einer Auflistung aller Kirchen auch der Ort "Curtine" als Standort einer Kirche erwähnt.
Doch schon 1171 und 1175 werden die Ortsteile Olpe und Bechen in Urkunden erwähnt. Historiker bewerten diese Erwähnungen als ziemlich sicher, denn:
In der erstgenannten Urkunde bestätigt der Erzbischof Philipp von Heinsberg
(1167 - 1191), dass ein Reinald von Olpe mehrere Höfe und eine Mühle an das Nonnenkloster St. Ursula in Köln verkauft habe.
In der zweiten Urkunde heißt es, das eben der selbe Erzbischof Kenntnis davon habe, dass ein Reinhard von Kenten seine Güter in "ABeche trans Renum",
in Bechen, jenseits des Rheins übertragen wolle, um dort Nonnen anzusiedeln.
In diesem Zusammenhang taucht auch immer wieder der Begriff "Kirchspiel" auf.
Dieses Wort benennt den Einzugsbereich einer Kirchengemeinde. Von großer Bedeutung war füher die Einteilung ländlicher Bereiche in Kirchspiele.
Einzelne Kirchspiele wurden in Honschaften eingeteilt, die wiederum einem Amt zugeteilt wurden.
Kürten, Bechen, Olpe, aber auch Wipperfeld, Lindlar, Overath, Engelskirchen und Hohkeppel waren solche Kirchspiele und gehörten im 14. Jahrhundert zum "Amt Steinbach" welches zum "Herzogtum Berg" gehörte.
Dies wurde 1363 im September erstmals in einer Urkunde vermerkt.
Der Name "Steinbach" kommt von dewr Burg Steinbach, die im heutigen Ortsteil
von Lindlar, in Untersteinbach stand. Die Burg ist leider verfallen, die restlichen, verfallenen Mauerteile wurden 1962 abgeräumt. Schade!
Anfang des 19. Jahrhunderts ging das Herzogtum Berg in französischen Besitz, an Napoleon über und wurde Großherzogtum.
Aus den Kirchspielen wurden die französischen Bezeichnungen "Mairie"s und wurden "Kantonen" zugeteilt. Diese wiederum waren "Arrondissements" untergeordnet.
Knapp 10 Jahre später, nach der Völkerschlacht bei Leipzig, löst sich das Großherzogtum auf und geht in preußische Herrschaft über und übernimmt die geografische Einteilung
fast vollständig. Die französischen Bezeichnungen werden ins Deutsche übertragen.
So heißen die "Kantone" jetzt "Kreise" und die "Mairies" nennen sich "Gemeinden" mit "Bürgermeistereien".
Die Finanzlage in den neuen Verwaltungsbezirken ist alles andere als rosig. Gemeinden und Bürgermeistereien sind dem Landrat unterstellt. Der wacht besonders mit dem Rotstift über die Finanzen. Die Steuereinnahmen in Olpe, Bechen, Wipperfeld und Kürten sind nicht gut. Viele Bewohner der vier Gemeinden fliehen vor Hungersnöten in die großen Industriezentren an Rhein und Wupper. Einige wandern sogar nach Übersee aus.
Die Bevölkerung nimmt erst nach dem zweiten Weltkrieg wieder zu. Verantwortlich dafür sind die Flüchtlingsströme aus den Städten und den ehemaligen deutschen Ostgebieten.
Inzwischen sind die Gemeinden zu einer Bürgermeisterei Kürten zusammengeführt.
Durch die Gebietsreform 1975 veränderte sich die Bürgermeisterei Kürten. Die Gemeinde Wipperfeld wurde an die Stadt Wipperfürth abgegeben, dafür kam die Ortschaft Dürscheid zur neuen Gemeinde Kürten.
Das gegenwärtige Kürten
KÜRTEN - eine Gemeinde zum Wohlfühlen!
Das Dorf Kürten liegt eingebettet zwischen reichlich Wald und Wiesen in einer reizvollen, lieblichen Hügellandschaft. Früher, jahrhundertelang landwirtschaftlich geprägt, ist Kürten heute ein beliebter Wohnort geworden.
Dies nutzen inzwischen Familien mit Kindern, die hierher ziehen. Ist es doch eine
Alternative zu den Vororten der Großstädte. Eine ausgezeichnete Infrastruktur deckt alle Ansprüche, die zu einem modernen Leben gehören.
Die Gemeinde Kürten liegt mitten im Bergischen Land aber abseits der Hauptverkehrswege. Die Städte Bergisch Gladbach, Leverkusen, Wermelskirchen und Wipperfürth sind schnell und gut zu erreichen.
Auch die nahegelegenen Autobahnen A1, A3 und A4 sind in etwa 15 bis 30 Minuten
zu erreichen.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man beispielsweise Köln in weniger als eine Stunde.
Für die Liebhaber der Wanderei bietet die Gemeinde ein ausgezeichnetes Wander-
wegenetz von über 240 km.
Sehr gute Möglichkeiten gibt es für Familienradtouren, aber auch die Mountenbiker kommen nicht zu kurz.
Die landwirtschaftlichen Betriebe gehen immer mehr zurück, dafür blüht heute das Geschäft mit der Gastronomie und dem damit zusammenhängenden Tourismus.
Kürten feierte 2008 das 700-Jahres-Jubiläum seiner erstmaligen schriftlichen Erwähnung als CURTINE.
Seit ein paar Jahren hat sich der Golfclub Kürten e.V. Bergerhöhe gegründet. Oberhalb des Dorfes bietet er einen 18-Loch-Meisterschaftsplatz, sowie einen 6-Loch-Kurzplatz.
